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Pottland

Pottland wurde die Region um Duingen im Leine-/Wesergebiet zwischen Alfeld und Springe genannt, weil sie aufgrund ihrer Tonvorkommen zahlreiche Töpferorte hervorgebracht hat und durch den Topfhandel weit über regionale Grenzen hinaus bekannt wurde.

Ein Zentrum der Töpferei lag im Süden des Pottlandes, in Duingen mit seinen Nachbarorten Coppengrave und Hohenbüchen.

Vom Mittelalter bis zum Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts wurden hier in vielen Töpferwerkstätten Gefäße aus Steinzeug produziert, die wegen ihrer vorzüglichen Materialeigenschaften im gesamten nordeuropäischen Hansegebiet begehrt waren.


Bilderwelt der Renaissance in Ton

Trinkgefäße, Kannen und Krüge aus Steinzeug gehörten im 16. und 17. Jahrhundert zum vornehmen Tafelgeschirr der Reichen. Für Klöster, Adelshöfe und Bürgerhäuser schmückte man diese besonderen Gebrauchsgegenstände mit Wappen oder Figuren aus der biblischen oder antiken Bilderwelt. Dazu verwendeten die Töpfer ein Model (Negativform) aus Gips, Ton oder Sandstein, die sie mit Ton ausdrückten.


Töpfer auf großer Fahrt


In den Sommermonaten luden die Töpfer ihre Produktion auf Pferdewagen und gingen damit auf große Fahrt.

Die ganze Familie kam mit, nachdem sie Haus und Hof mit Brettern vernagelt und gute Freunde oder Verwandte als Vertreter in wichtigen Angelegenheiten bestimmt hatte.

Die schweren, hochbeladenen Töpferwagen fuhren sich auf schweren Wegen oft fest oder drohten umzukippen. Sie mussten dann gehalten und losgegraben werden. Trotzdem geschah es immer wieder, dass ein Wagen umstürzte und Menschen dabei erschlug.